Buchrezension – Tod einer Hofdame von Isabella Benz

Werbung | Einen historischen Roman habe ich – glaube ich – noch nie gelesen. Jedenfalls nicht bewusst. Um so mehr freut es mich, dass ich euch heute einen vorstellen darf: Tod einer Hofdame – Eine köngliche Ermittlung von Isabella Benz.

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Cover

Verlag: Ammianus-Verlag
Genre: Historischer Roman
Seiten: 248
Erscheinungsjahr: 2017
Preis: 14,90€

Zum Bestellen des Buchs

Es war still in Regensburg. Keine Menschenseele lief durch die Straßen, selbst das Gesinde hatte sich in Schlupflöcher und Hinterhöfe verzogen. Wie jede Nacht. Mur etwas war anders, hatte sich verändert: Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau.

(Tod einer Hofdame, Isabella Benz, S. 37)

Erster Eindruck des Covers und des Klappentextes

Das Cover ließ mich zuerst etwas rätseln, wer genau auf dem Bild abgebildet ist. Aufgrund der prunkvollen Kette und dem Haarschmuck vermute ich hier die Königin, die sehr zierlich und schön ist. Vielleicht ist es auch die Königin oder Prinzessin, w o die Hofdame gearbeitet hat, bevor sie starb. Ich werde es herausfinden.

Der Klappentext lässt Anlass zur Vermutung, dass die Geschichte sehr verwirrend aufgrund der Historie werden könnte. Genauso wird die Geschichte an sich sicher etwas verworren, sodass ich auf einen guten Schreibstil hoffe, sodass ich alles gut verstehen kann.

Kurze Inhaltsangabe

Europa im 12. Jahrhundert: Aleydis und Belenca von Tettingen leben als Hofdamen gemeinsam mit ihrem Bruder Magnus und ihren Ehemännern und auf dem Hof des deutschen Kaisers Heinrich VI und seiner Frau Konstanze von Sizilien. Eines Tages wird Belanca urplötzlich tot unter der Steinernen Brücke aufgefunden. Bis auf wenige Vertraute der Toten – darunter Aleydis – glaubten alle an Selbstmord der Toten. Für Aleydis beginnt ein Kampf, um Belancas Mord zu beweisen. Die verdächtigt den erst kürzlich verhafteten Richard Plantagenet, König von England. Zu ihrer Überraschung bietet der König jedoch seine Hilfe an, aber Aleydis vertraute ihm nicht ganz. Somit ist sie stets auf der Hut, mit wem sie welche Informationen teilt, aber dabei merkt sie nicht, dass ein gewisser Schatten sie die ganze Zeit verfolgt..

Autor

Isabella Benz wuchs in der Nähe von Stuttgart auf, jedoch trieb es sie nach dem Abitur schnell nach Südafrika. Dort arbeitete sie mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Studiert hat sie in Berlin, Tübingen und Rom. Theologie war ihr hauptsächliche Beschäftigung mit dem Schwerpunkt Kirchgeschichte. Sie schreibt vorrangig historische Romane.

Bewertung des Buches

Ich gebe zu, dass ich bisher wie eingangs bereits geschrieben keine historischen Romane gelesen habe. Umso mehr hat es mich überrascht, dass ich doch so gut mit dem Buch klar gekommen bin. Ich konnte mich sofort in Aleydis und dieses Gefühl nach der Wahrheit hineinversetzten.

Aleydis ist ein sehr starker Charakter, die auch mal über die höfische Etikette hinweg sieht. Damit stößt sie nicht bei allen auf Wohlwollen. Jedoch finde ich, dass diese Figur genau diese Eigenschaften braucht, um in dem Buch gut anzukommen. Sie ist eine Kämpferin und versucht mir aller Macht, die Unschuld ihrer Schwester Belenca zu beweisen. Die anderen Charaktere sind zwar Teil des Buches, jedoch konnte ich am meisten mit Aleydis etwas anfangen. Man kann ihre Gedanken lesen und somit auch viel besser ihrer Aktionen im Buch verstehen.

Für eine kleine Verwirrung sorgten die vielen Namen für die einzelnen Personen. Je nach Person wird z. B. der König von England eben König, Richard, Löwenherz, Plantagenet oder oder oder genannt. Die Liste am Anfang des Buches mit den Namen und der jeweiligen Zugehörigkeit (Kaiser, Rotter, Hofdame, etc.) hilft dabei weiter, aber immer zu blättern war am Anfang etwas lästig. Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich daran und kann ohne häufiges Umblättern das Lesen genießen. Positiv ist aber auch zu erwähnen, dass die Autorin Isabella Benz echte Menschen, die wirklich lebten, in das Buch einfließen lässt. Dadurch wirkt das Buch sehr authentisch.

Weiterhin finde ich an dem Roman gut, dass man auch mal sieht, wie dich die einzelnen Menschen am Hof zu verhalten haben. Oder dass man anhand der Kleidung erkennt, dass man gewisse Menschen anders behandeln muss. Selbst der in Gefangenschaft lebende Richard Plantagenet hatte immer noch seine Privilegien, da er ja immer noch König von England war, auch wenn er grad in Österreich oder später dann in Deutschland eingesperrt war. Insgesamt bildet der Roman auch den Leser insofern weiter, dass man mehr über das Leben im 12. Jahrhundert erfährt.

Positiv finde ich, dass der Leser bis zum letzten Kapitel mitraten kann, wer genau denn der Mörder ist. Meine Vermutungen sind von Kapitel zu Kapitel umgesprungen und am Ende war ich dann auch eher ratlos und verwirrt, bis am Ende der Mörder ans Licht kommt. Ich habe da sehr auf dem Schlauch gestanden und muss auch sagen, dass es ein eher überraschendes Ende war.

Um nochmal auf meinen ersten Eindruck aufgrund von Cover und Klappentext zurückzukommen, kann ich anmerken, dass das Bild vorn von der Frau durchaus mit dem Buch zu tun hat und daher finde ich das Cover treffend gewählt. Der Klappentext verrät vielleicht etwas viel insofern, dass Aleydis die ganze Zeit von einem Schatten verfolgt wird, der im Buch erst sehr spät erwähnt wird. Als Leser wartet man daher die ganze Zeit auf den Schatten, der lange nicht auftaucht.

Fazit

Für mich ist das Buch eine absolute weiterempfehlung. Die Historie in dem Buch ist nicht zu sehr ausgeprägt, sodass man sich wie im Geschichtsunterricht fühlt, aber sie ist eben auch ausgeprägt genug, sodass man sich etwas mehr informiert fühlt. Die Geschichte rund um Aleydis und ihren immer fortwährenden Willen, den Mörder ihrer Schwester zu finden, wird authentisch und einfühlsam beschrieben. Sehr gern würde ich solche Art von Büchern wieder lesen, vor allem wenn sie so umgesetzt wird.

Vielen Dank an den Ammianus-Verlag und für die kostenlose Zurverfügungstellung des Buches zum Lesen.

Hinweis: Das Buch wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt und daher handelt es sich hierbei um einen Post mit Werbung. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst.
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